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Der Austritt aus einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft muss beim Standesamt persönlich zur Niederschrift erklärt werden oder ist dort schriftlich in öffentlich beglaubigter Form einzureichen.
Der Austritt aus einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, bedarf nach Art. 3 Abs. 4 des Bayerischen Kirchensteuergesetzes (KirchStG) zur öffentlich-rechtlichen Wirkung der mündlichen oder schriftlichen Erklärung bei dem Standesamt des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltsortes. Bei einer schriftlichen Austrittserklärung muss die Unterschrift des Erklärenden von einem Notar beglaubigt sein.
Folgende Kirchen, Religionsgemeinschaften und weltanschaulichen Gemeinschaften sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt:
Die Austrittserklärung im Fall von Ziffer 8 lautet, dass der Austritt aus dem israelitischen Bekenntnis erfolgt (Art. 2 Abs. 1 KirchStG).
Kirchen, Religionsgemeinschaften sowie weltanschauliche Gemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, sind berechtigt, von ihren Angehörigen Kirchensteuer zu erheben. Der Austritt aus einer Religionsgemeinschaft wirkt sich auf die ggf. zu zahlende Kirchensteuer aus.
Das Standesamt teilt den Austritt dem betroffenen Kirchensteueramt, dem Finanzamt und der Meldebehörde mit.
Das Standesamt Fürth ist zuständig für das Stadtgebiet Fürth. Bei Wohnsitz im Landkreis Fürth sind die Standesämter der jeweiligen Gemeindeverwaltungen zuständig. Bei einer schriftlichen Austrittserklärung muss die Unterschrift des Erklärenden von einem Notar beglaubigt sein.
Folgende Möglichkeiten stehen beim Kirchenaustritt zur Verfügung:
Unser Standesamt hat in diesem Dokument, das Sie herunterladen können, alle Informationen für Sie zusammengefasst.
In der Austrittserklärung sind anzugeben:
In der Erklärung muss die Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft, aus der der Erklärende austreten will, eindeutig bezeichnet sein.
Der Austritt darf nicht unter einer Bedingung oder einem Vorbehalt erklärt werden. Vertretung bei der Abgabe der Austrittserklärung ist zulässig. Der Vertreter hat seine Vertretungsmacht durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht nachzuweisen, die ausdrücklich zur Abgabe einer Erklärung über den Austritt aus einer bestimmten Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft bevollmächtigt. Die Unterschrift des Vollmachtgebers muss öffentlich von einem Notar beglaubigt sein.
Voraussetzungen für den Kirchenaustritt
Sprache bzw. Dolmetscher: Sollten Sie die deutsche Sprache nicht ausreichend verstehen, bringen Sie bitte einen Dolmetscher mit. Gerne können Sie dazu einen vereidigten Dolmetscher für Ihre Muttersprache mitbringen. Über www.justiz-dolmetscher.de können Sie entsprechende Adressen finden. Alternativ dazu können Sie auch eine Privatperson mitbringen, die dann von uns einmalig vereidigt wird. Diese Person muss Ihre Muttersprache sowie Deutsch sicher beherrschen, sich durch einen amtlichen Lichtbildausweis ausweisen und darf außerdem nicht selbst beteiligt oder mit Ihnen verwandt sein. Für die Vereidigung wird eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 25 Euro erhoben.
Einschränkung: Kirchenaustrittserklärungen mit Bedingungen, Vorbehalt oder anderen derartigen Zusätzen (zum Beispiel die Absicht, sich nur der Kirchensteuerpflicht zu entledigen) sind nicht zulässig!
Eine mündliche Austrittserklärung durch einen rechtsgeschäftlich bevollmächtigten Vertreter ist nur zulässig, wenn der Vertreter durch eine schriftliche Vollmacht, die ausdrücklich zur Abgabe einer Erklärung über den Austritt aus einer bestimmten Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft bevollmächtigt ist, und die Unterschrift des Vollmachtgebers notariell beglaubigt ist.
In einer schriftlichen Austrittserklärung sind anzugeben:
Voraussetzungen für den Kirchenaustritt bei Kindern und Jugendlichen:
Bei Kindern unter 12 Jahren erklären die sorgeberechtigten Eltern oder der gesetzliche Vertreter den Austritt für das Kind. Jugendliche von 12 bis 14 Jahre müssen den Austritt zusammen mit den sorgeberechtigen Eltern oder dem gesetzlichen Vertreter erklären. Der Austritt darf nicht unter einer Bedingung oder einem Vorbehalt erklärt werden.
Notwendige Unterlagen:
Falls Ihr Ausweis keine Eintragung Ihrer Meldeadresse enthält (zum Beispiel Reisepass), benötigen Sie eine aktuelle Meldebescheinigung, die nicht älter als sechs Monate ist. Sonst entstehen weitere Kosten beim Standesamt.
Für die Aufnahme einer Niederschrift über die mündliche Austrittserklärung wird eine Gebühr in Höhe von 25,00 Euro erhoben. Für die Bestätigung der mündlichen Austrittserklärung in Form einer Ausfertigung der Niederschrift fällt eine Gebühr in Höhe von 10,00 EUR an.
Durch den Kirchenaustritt entfällt die Verpflichtung zur Zahlung der Kirchensteuer. Das Verfahren hierfür ist weitgehend automatisiert.